Am Fluss

Habe ich Dich nicht gestern schon hier gesehen?

Dein Gesicht kommt mir bekannt vor.

Was du wohl hier treibst? Sollte es dich wohl mal fragen. Ja, das ist es.

Vielleicht warst aber auch du die ganze Zeit hier und ich bin es, der sich fragen lassen muss, wieso er wieder hier ist. Dann würde ich ins Nachdenken kommen.

Ja, im Ernst: Was mache ich eigentlich hier?

 

Irgendetwas treibt mich wieder und wieder an diesen Ort zurück.

Vielleicht das Rauschen des fließenden Wassers. So entspannend. So meditativ.

Nichts anderes ist zu hören. Nur dieses Rauschen.

Gut, ein paar Vögel auch noch. Und der Wind, der die Bäume zum Rascheln bringt.

Aber ansonsten ist es still.

 

Vielleicht komme ich auch, weil das Wasser so klar aussieht.

Der blaue Himmel sich in ihm spiegelt, meine Augen von der Reflektion des Sonnenlichts geblendet werden. Heute nicht wirklich. Heute ist der Himmel etwas bedeckt.

 

Ich glaube, jetzt weiß ich, warum ich immer wiederkomme: Weil das Wasser so eine schöne Erfrischung an einem warmen Sommertag ist.

Bestimmt kann man die Füße reinhalten – ja, das würde sich herrlich anfühlen! Warum habe ich es dann noch nicht gemacht?

 

Aber eigentlich frage ich mich ja gerade, was du hier machst.

Bisher war das mein Fluss! Was hat dann eine andere Person hier zu suchen?

 

Moment mal! Was wenn du nur eine Illusion bist?

An jenen Tagen, an denen ich mir die Gesellschaft eines anderen Menschen wünsche. Er soll nicht fragen, warum ich so oft raus gehe oder mir Vorgaben machen. Aber halten soll er mich, das schon.

Ich meine – eigentlich eher im übertragenen Sinne. Nicht zu fest, aber ein wenig. Das wäre nicht schlecht.

Zu gut erinnere ich mich noch an das seltsame Wort: Liebe.

 

Doch damit will ich eigentlich nichts zu tun haben. Alles, was ich von ihr bisher gesehen habe, waren Schwierigkeiten.

Die habe ich nicht, wenn ich an meinem Fluss bin. Nur er und ich. In der unberührten Natur.

 

Deswegen bist du auch nur eine Illusion! Und der heutige Tag ist so wie alle anderen davor.

Ein Plätschern ertönt in meinem Bewusstsein. Ein merkwürdiges Geräusch.

Nicht so wie das der herunterfallenden Äste. Auch keiner der im Wasser hüpfenden Steine aus meiner Hand.

Es ist etwas anderes.

Irgendwie seltsam.

Vielleicht bist du ja doch Wirklichkeit.

Adventskalender

Ich freue mich sehr, dass ich heute im Adventskalender einer anderen Bloggerin erwähnt werde – vielen Dank an Tanja Mandelt und ihren Blog „Buchstaebliches“. Ich kann ihn nur allen empfehlen, die sich für die Welt der Bücher interessieren – anbei die Adresse: http://www.buchstaebliches.de

Ansonsten habe ich verbunden mit dem Adventskalender auch eine Aktion am Laufen, die ihr auf Tanjas Blog genauer nachlesen könnt. Ich freue mich über rege Teilnahme!

Bildquelle: www.br.de

Gott erbarme! – 2. Advent

Heute schreibe ich in meinem Adventsspecial über eine Geschichte der Bibel, die leider vergleichsweise unbekannt ist. Es handelt sich um eine Erzählung des Lukasevangeliums, die in den Versen 38-42 des 10. Kapitels beschrieben wird. Sie lautet wie folgt:

„Sie zogen zusammen weiter und er [Anmerkung: Gemeint ist Jesus] kam in ein Dorf. Eine Frau namens Marta nahm ihn freundlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen, für ihn zu sorgen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die ganze Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen! Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden.“ (Lukas, 10; 38-42)

Während Maria in dieser Geschichte also zu Füßen Jesu sitzt, erleben wir, wie emsig Marta alles für den besonderen Gast herrichtet. Wir können gut verstehen, dass sie Jesus so gut wie möglich bewirten will und aus diesem Grund sehr aufgeregt ist, oder? Und doch weist Jesus zum Schluss ihren Einwand ab und verteidigt Maria – sie habe das „Bessere“ gewählt. Warum macht er das? Und was meint er mit jenem „Besseren“?

Ich habe diese Erzählung ausgewählt, weil ich am Anfang überrascht über die Reaktion Jesu auf Marias Bitte war – irgendwie wirkt sie unverständlicher als viele andere Bibelstellen. Gerade Jesu Worte sind meistens ja eigentlich so formuliert, dass wir sie gut nachvollziehen und ihren Sinn verstehen können. Hier ist es nicht so einfach, auch deshalb, weil das Verhalten Martas nachvollziehbar ist. Sind wir in unserer Gesellschaft nicht eigentlich gewöhnt, dass Arbeit das A und O ist, dass Fleiß sich auszahlt? Warum ist das dann auf einmal falsch, warum Marias Verhalten besser?

Die Antwort auf diese Frage finden wir in der Haupttätigkeit Jesu: Das Lehren.

So ist er im Großen und Ganzen ein Prediger, der die christliche Lehre an andere Menschen weitergibt. Dies sehen wir beispielsweise durch die Jünger, mit denen Jesus seine Gedanken am intensivsten teilt. Damit die Lehre, die er verkündet, in die Welt hinausgetragen werden und Wurzeln schlagen kann, braucht Jesus Menschen, die ihm zuhören. Auch reicht es nicht, bloß mit ihm zusammen zu sein, um seine Botschaft zu hören, man muss auch zur Ruhe kommen, um sie zu verstehen. Dies tut Maria, die seinen Worten gespannt lauscht – damit sie diese später weitertragen und anderen Menschen von Jesu Lehre erzählen kann. Marta indes findet in all der Hektik gar nicht die Zeit, Jesus zuzuhören; wenn er am nächsten Tag weiterzieht, hat sie nicht viel mehr als Stress gehabt. Der Ausdruck „ganz beschäftigt sein“ leitet sich passenderweise von „nach allen Seiten gezerrt werden“ ab – was man sich hier gut bildlich vorstellen kann. Es wird in der Geschichte offensichtlich, dass Jesus selbst Marias Bewirtung gar nicht voraussetzt und wahrscheinlich auch mit weniger Komfort zufrieden wäre.

Allein diese Aussage ist es sicherlich Wert, im Weihnachtsstress ab und an berücksichtigt zu werden. Wo aber liegt nun der Bezug zu Menschen, die neu in unsere Gesellschaft kommen?

Jesus hat sein Wirken zu großen Teilen als Wanderer verbracht, dem andere Menschen ihr Heim öffneten – so wie in dieser Geschichte. In Martas Augen sind es nun sie und ihre Schwester, die Jesus etwas geben müssen. Was sie dabei jedoch übersieht: Dass Jesus nicht als Bettler gekommen ist, der notdürftig ein Heim braucht – sondern, dass er selbst etwas zu geben hat. Das ist ja der eigentliche Sinn seines Aufenthalts bei den Schwestern. Maria hat offenbar erkannt, dass jene wechselseitige Beziehung zwischen Gast und Gastgeber besteht – wenn man weiter denkt, verschwimmt sogar die Unterscheidung zwischen beiden Begriffen. Wer ist hier überhaupt von wem abhängig? Wer bekommt etwas von wem? Klar wird: Wir befinden uns in einem Wechselspiel aus Geben und Nehmen.

Diese Geschichte lässt unzählige Deutungen zu – in unserer Situation können wir sie jedoch gut all jenen Menschen entgegensetzen, die in Flüchtlingen eine Gefahr und Bürde für unser Zusammenleben sehen. Es ist nämlich gar nicht so einfach zu sagen, wer hier wem etwas geben kann – und wer Gast oder Gastgeber ist. All jene Menschen, die zu uns kommen, wollen schließlich gar nicht nur nehmen, sondern haben selbst auch etwas zu erzählen. Sich mit Menschen aus anderen Kulturen oder mit anderen Ideen zusammenzusetzen, kann somit auch für uns eine große Hilfe sein – wenn wir es nur Maria gleichtun und das Zuhören erlernen.

Titelbild zu: Warum Europa nicht Frankreich ist

Warum Europa nicht Frankreich ist

Am 13. November 2015 stand die Welt für einen Moment still, sie war fassungslos vom Terror und der Gewalt, die nicht irgendwo im Nahen Osten, sondern mitten in Europa, ja im Herzen unserer Staatengemeinschaft stattfand. Auch wenn Brüssel das politische Zentrum der EU ist, setzt Paris ungleich mehr Gefühle und Erinnerungen in den Menschen Europas frei. Ein Anschlag auf diese Stadt ist wie ein Anschlag auf uns alle. Deshalb war das Entsetzen nach dem Terroranschlag auch ähnlich groß wie er selbst, Vergleiche mit historischen Ereignissen wurden gezogen. Viele Intellektuelle sehen unsere westlichen Werte angegriffen und geben dabei gleichzeitig oftmals verklausulierte Begründungen von sich – manchmal kommt gar der Eindruck auf, dass jene Menschen selbst nicht wissen, was sie nun eigentlich verteidigen wollen, was den Westen ausmacht. Führen wir den Gedanken also weiter: Was versteht man überhaupt unter besagten westlichen Werten? Welche Eigenschaften jener Welt, in der wir leben, haben offenbar eine solche Abstoßungskraft auf die Attentäter ausgeübt, dass sie zu derartigem fähig waren? Und welche Rolle spielte Frankreich und seine Geschichte bei der Wahl von Paris als Anschlagsziel?

Ich habe über dieses Thema recherchiert und gleichzeitig meine Sicht auf die Geschehnisse des 13. November 2015 niedergeschrieben. Am Ende ist dabei nicht weniger entstanden als eine Spurensuche in der Geschichte der europäischen Wertegemeinschaft…

Bereits kurz nach der Nacht des Terrors tauchten die ersten Profilbilder auf Facebook auf, die in den Farben der französischen Nationalflagge eingefärbt waren. Eine interessante Geste des Konzerns, die ohne Zweifel dazu taugt, näher erkundet zu werden. War diese Aktion gut? Oder ist die Kritik vieler Menschen, Beirut und andere Orte des islamistischen Terrors würden dadurch kleingemacht, berechtigt? Zunächst einmal sollten sich diese Menschen folgende Frage stellen: Was wäre gewesen, wenn sich nach den Geschehnissen jeder sein eigenes Zeichen hätte basteln oder aus 120 verschiedenen Symbolen hätte wählen können? Wäre das Ganze dann immer noch eine gewaltige Welle der Solidarität geworden? Oder nicht vielmehr ein unübersichtlicher Haufen von eigenbrötlerischen Selbstdarstellungen (Parallelen zur europäischen Gesellschaft nicht ausgeschlossen)? Es ist ohne Zweifel schwierig, in einer derartigen Situation die richtigen, einenden Worte oder Zeichen zu finden – wir sollten also erst einmal zufrieden damit sein, dass es überhaupt jene Aktion gegeben hat. Wenn sie auch nicht perfekt war.

Ich beispielsweise habe darauf verzichtet, mir die französische Flagge zu eigen zu machen, weil ich zu ihr keine besondere Beziehung habe. Auch nach dem Terroranschlag noch nicht. Auch nach den Argumentationen vieler Menschen, sie würden damit die Werte der französischen Revolution und der anschließenden Staatsbildung würdigen, noch nicht.

Jene Werte, die in der Marseillaise besungen werden und die in der französischen Revolution verteidigt wurden, sind nämlich nicht die Werte, die am 13. November 2015 angegriffen wurden…

Bereits vor der Französischen Revolution in der Zeit zwischen 1789 und 1799 wurde die Grundlage für unser heutiges Wertebild gelegt.

Fangen wir beispielsweise bei den Menschenrechten an – sie wurden erstmals in den USA in der neuen amerikanischen Verfassung verankert. Es war Thomas Jefferson, der bereits 1776, also vor den Umstürzen in Frankreich, die „unveräußerlichen Rechte auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück“ ausformulierte. Auch wenn die USA heutzutage oft kritisiert werden, so sollten wir uns ihnen in unserer Lebensweise demzufolge zutiefst verbunden fühlen – und nicht von europäischen, sondern von westlichen Werten sprechen, wenn es um die Grundlagen unserer Gemeinschaft geht.

Auch andere westliche Werte wurden in der Zeit der Aufklärung formuliert – längst nicht nur in Frankreich. Ganz im Gegenteil ist es wohl ein Markenzeichen der Ansichten, auf die wir uns heute stützen, dass sie sich zu verschiedenen Zeitpunkten in unterschiedliche Richtungen entwickelt haben. Das sieht man etwa daran, dass sich die moderne westliche Gesellschaft auf Ideen von Philosophen gründet, die aus verschiedensten Gebieten Europas kamen: John Locke, Thomas Hobbes, Immanuel Kant, Charles Montesquieu sind nur einige von ihnen. Sie hatten viele Übereinstimmungen, ohne Zweifel, können aber auch nicht in einen Topf geworfen werden – ebenso wie längst nicht alle Ideen jener Zeit in Frankreichs postrevolutionäre Gesellschaft Einzug hielten.

Ein weiterer Pfeiler unseres heutigen Lebensstils ist (wenn auch oft kritisiert) die westliche Konsumgesellschaft, die ich in diesem Text der Einfachheit halber mit dem Kapitalismus zusammenführen möchte. Sie und der damit einhergehende säkulare Lebensstil ist etwas, woran sich nachweislich die Propaganda islamistischer und überhaupt fanatischer religiöser Gruppen abarbeitet. Eine sehr verkürzte Einordnung ihrer Entwicklung: Die wegbereitende allgemeine Industrialisierung kann man wohl in das 19. Jahrhundert verordnen, im 20. Jahrhundert hat dann jene Veränderung in der europäischen Gesellschaft stattgefunden, die es einer breiten Masse erlaubte, sich Dinge zu leisten und aktive Verbraucher zu sein.

Was fehlt noch im Reigen westlicher Markenzeichen?

Richtig, die Demokratie – unvorstellbar ein Europa ohne Parlamentarismus und demokratisch getroffene Entscheidungen.

Die Demokratie besitzt ihre Ursprünge bekanntlich in Griechenland, wo erstmals die Teilhabe aller Bürger (wenn auch nicht der Frauen und anderer Bevölkerungsgruppen) an wichtigen Entscheidungen ermöglicht wurde. Später wurde diese Form der Einflussnahme im Mittelalter in vereinfachter Form quer in Europa aufgegriffen und weitergeführt. In Reykjavik etwa wurde im Jahr 930 das älteste noch bestehende Parlament der Welt gegründet – wer hat in den letzten Jahren schon einmal darüber nachgedacht, in der nördlichsten Hauptstadt Europas eine der Wiegen unserer Gesellschaft zu bewundern?

Der vielleicht wichtigste Schritt zum heutigen Parlamentarismus wurde dann in England gemacht, als dessen Parlament im Jahr 1689 mit dem „Bill of Rights“ erstmals unter anderem das Recht zugesprochen bekam, auf eigene Entscheidung (also ohne vom König einberufen zu werden) zusammenzutreten.

Die Französische Revolution war mit Sicht auf die vorangehenden Beispiele nur eine Zwischenstation in der Geschichte der westlichen Werte. Nicht, dass man mich falsch versteht: Schmälern möchte ich den Einfluss jener Zeit auf alles Spätere nicht, jedoch in Relation zueinander bringen, was allzu oft vermischt wird. Auch sollten wir uns dessen bewusst sein, dass längst nicht alles Gute, nicht alle Werte unserer heutigen Gesellschaft während der französischen Revolution Bedeutung hatten:

Was nach dem berühmten Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 folgte, griff zwar auf Ideen der Aufklärung zurück, artete jedoch in ein beispielloses Gemetzel mit mehr als 40.000 Toten[1] aus. Unvergessen der vielzitierte Ausspruch des Franzosen Pierre Vergniaud kurz vor seiner Hinrichtung im Jahre 1793:

„Bürger, es steht zu befürchten, dass die Revolution […] all ihre Kinder verschlingt und am Ende den Despotismus mit allem seinem Unheil gebiert.“[2]

Passt der dort beschriebene Zustand etwa in das Europa unserer heutigen Zeit? Ganz sicher nicht! Es ist wohl klar, dass wir uns, anders als damals, nicht der Anarchie überlassen und einander auf der Suche nach absoluter Aufklärung (vor allem aber wohl Macht) zerfleischen sollten.

Neben lange zurückliegenden Werten, die wir derzeit angegriffen sehen, gilt es nun ebenso, auf Veränderungen in unserer modernen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts Rücksicht zu nehmen, die keine unbeträchtliche Rolle in unserer Identität spielen:

So leben wir in einer multikulturellen Gesellschaft (ich weiß, viele Menschen lehnen diese Formulierung ab), die sich natürlich besonders ausgeprägt in Schmelztiegeln wie der Metropole Paris zeigt. Es ist ziemlich eindeutig, dass die Terroristen jenen Anschlag gezielt gegen diese Form des Zusammenlebens richten wollten – dass ihnen die Verständigung zwischen Kulturen ein Dorn im Auge war. Warum sonst haben sie nicht nur ein Stadion (in dem gerade die Mannschaften zwei verschiedener Länder spielten) und ein Theater, sondern auch eine Bar, sowie ein italienisches und ein kambodschanisches Restaurant angegriffen? Die Anschläge wurden auf sämtliche Kultureinrichtungen der Stadt verübt, Orte an denen man sich trifft und austauscht, egal aus welcher Nation man kommt oder woher man abstammt. „La vie français“ steht auch für die Kultur, sich in Cafés auszutauschen, mit anderen Kulturen ins Gespräch zu kommen. Eigentlich ist dies sogar der verbindende Punkt zwischen Frankreich und dem Rest Europas, jene französische Lebensweise, die wir alle kennen. Und noch etwas: Tatsächlich kam die Kultur, sich in Cafés auszutauschen, (und damit nicht nur die Grundlage für das Zusammenleben im heutigen Paris, sondern auf dem ganzen Kontinent) erstmals kurz vor der französischen Revolution auf – leider wird diese Parallele in den wenigsten historischen Vergleichen genannt.

Es gibt sicherlich noch andere Werte und Markenzeichen der westlichen Gesellschaft, doch damit seien schon einmal einige genannt.

So viel zum theoretischen Teil. Es gibt gleichzeitig auch einen praktischen, emotionalen Aspekt:

Paris, das ist Liebe, Paris ist Mythos. Viele Menschen in ganz Europa verbinden etwas mit Paris, weil sie schon einmal dort gewesen sind oder zumindest eine Reise dorthin geplant haben. Das ist vermutlich sogar der eigentliche Grund, weshalb so viele Profilbilder auf Facebook blau-weiß-rot gefärbt waren – hier geht es nicht um vorgeschobene, abstrakte Wertevorstellungen aus einer fernen Zeit (obgleich es sich gut anhört, wenn man seine Wahl damit begründet), in Wirklichkeit steckt etwas zutiefst Menschliches hinter dieser Aktion: Emotionen. Erinnerungen.

Eine Frage, die in unseren Köpfen herumgeistert: „Was, wenn ich in diesem Moment dort gewesen wäre?“

Ganz ehrlich: Wie viele Menschen haben sich diese Frage gestellt, als sie von dem Anschlag in Beirut erfahren haben? Wie viele Menschen haben an ihren letzten Urlaub im Libanon, an Verwandte, die dort leben, an ihre letzte Städtereise in die Region gedacht?

Wohl deutlich weniger.

Für manch einen mag es nun nicht so bedeutend erscheinen, welche Werte aus welcher Zeit angegriffen wurden, doch: Ich finde es immens wichtig, dass wir wissen, wofür wir eintreten. Und dass wir wissen, woran sich andere Menschen stoßen. Nur das kann zu Verständigung und Gesprächsbereitschaft führen. Die ist im Moment trotz aller Angst und Furcht vor der Fremde nämlich mehr denn je gefordert. Wir als Westen sollten uns jetzt keinesfalls in unseren Strukturen einigeln und uns in Selbstmitleid ergehen. Auch unsere Gesellschaft ist nicht perfekt, das sollten ebenfalls ironischerweise die Geschehnisse vom 13. November zeigen, denn junge Menschen aus allen Ländern dieser Welt werden für die Ziele des IS gewonnen: Die Menschen, die jenes Attentat in Paris verübten, kamen nicht, wie bei 9/11 von fern her aus dem Ausland, irgendwo aus Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten – wie heißen nochmal die Länder daneben…? – sondern aus Europa, sie wurden von unserer Gesellschaft offenbar abgestoßen oder gar nicht erst richtig eingebunden. Wir sehen: Arroganz ist dieser Tage fehl am Platz, Selbstreflexion das Wort der Stunde. Wie das funktionieren, wie das gelebt werden soll in einer solchen Situation?

Klar ist: Wir können nicht einfach weitergehen – niemand kann laufen, wenn er am Boden liegt. Deshalb müssen wir uns erst wieder aufhelfen. Ja richtig, das macht Europa und überhaupt den Westen in Stunden der Not aus: Dass wir nicht, jeder für sich, wieder hochkrabbeln müssen, sondern dass wir uns gegenseitig die Hand reichen. Dass die, die schon stehen, den anderen aufhelfen. Das ist Solidarität. Das ist Europa.

Gleichzeitig ist und bleibt ein weiterer Wert für die Zukunft Europas in diesen Tagen von großer Bedeutung: Der nicht ganz so greifbare, aber dennoch zukunftsweisende Wert der Aufgeschlossenheit für Neues – anders als beispielsweise für das China der frühen Neuzeit hat es im unglaublich vielschichtigen und komplizierten Kontinent Europa nie Sinn gemacht, Isolation von anderen Teilen der Welt anzustreben. Wir mögen unsere Werte in großen Teilen auf das Christentum beziehen, haben uns jedoch ebenso von anderen Kulturen sowie stetiger Selbstkritik leiten lassen – und sollten dies unbedingt fortsetzen. Keine Lösung ist es jetzt, sich von anderen Teilen der Welt abzuschotten, wie es viele nationalistische Stimmen fordern. Es heißt ganz im Gegenteil, mit aller Kraft gegen falsche, populistische Anschuldigungen anzukämpfen – auch in eigenem Interesse, um unsere Wettbewerbsfähigkeit durch neue Anreize am Leben zu erhalten.

Die Reaktionen, die nun folgen, werden entscheidend sein für die Richtung, in die Europa geht. Insofern ist es zwar berührend, wenn ein ganzes Stadion die Marseillaise singt, weil es ein Akt der Gemeinschaft ist, allerdings ist die französische Nationalhymne gleichzeitig alles andere als ein Friedenslied. Besser hätte ich es gefunden, wenn man ein vereinendes europäisches Element gefunden hätte. Der einzige Grund, dass dies nicht passiert ist, dürfte wohl sein, dass es ein solches schlicht noch nicht gibt. Ein anderes Beispiel: Nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo im Januar 2015 hat sich eine beeindruckende Zahl von Staatsführern und anderen Personen zu einem Trauermarsch zusammengefunden – unvergessen das Bild der Menschenkette mit Francois Hollande und Angela Merkel an ihrer Spitze, ineinander eingehakt. Dies ist ein gelungenes Zeichen an den Rest der Welt gewesen: Wir sind Europa, wir halten zusammen!

Nun komme ich zu meinem letzten Punkt und dort, liebe Franzosen, müsst ihr tapfer bleiben: Eure Revolution im 17. Jahrhundert ist gleichzeitig auch Grundlage für die Kluft zwischen den europäischen Völkern. Der Patriotismus, der in ihr entstanden ist, hat nämlich Frankreich, nicht aber Europa geeint. Im Jahr 1789 und der darauffolgenden Zeit ist das Bewusstsein für ein neues Staatsgebilde entstanden – eines, welches von einer gemeinsamen Kultur zusammengehalten wird, die auf einmal auch von Menschen unterer Schichten mitgestaltet, statt ihnen aufgezwungen wird. Doch die Revolution hat keinen Ruf nach europäischer Einigkeit mit sich gebracht, stattdessen haben auf einmal mehr Menschen als zuvor begonnen, sich mit der französischen Kultur und Nation zu identifizieren. Der Nationalstolz, der zweifellos seine Spitze im 19. und 20. Jahrhundert erreichte, macht als eine Folge dieser Entwicklung die europäische Integration ja gerade so kompliziert: Wie soll ein europäisches Selbstbewusstsein mit dem Nationalstolz seiner einzelnen Mitgliedsländer koexistieren?

Ich denke: Es ist keine gute Entwicklung für die europäische Gemeinschaft, wenn wir uns jetzt dem Staat Frankreich anbiedern. Ob wir nun unser Bild auf Facebook mit der französischen Flagge überdecken, französische Lieder singen oder uns auf andere Art und Weise mit der Bevölkerung des Landes gemein machen – Frankreich ist und bleibt eine einzelne Nation auf einem Kontinent mit fast 50 souveränen Staaten[3]. Wenn wir die Grenzen aufgeben wollen, die uns voneinander trennen, müssen wir diese Einteilungen in „Wir“ und „Ihr“ ablegen. Nur dann können wir vereint sein. Nur dann können wir Europäer sein.

 


 

Verweise/Quellen:

[1]https://de.wikipedia.org/wiki/Terrorherrschaft; Bezug auf: François Furet und Denis Richet, La Révolution française, Taschenbuchausgabe, Hachette Littérature, Paris 1999, Kap. 5

[2]Georg Büchner: Sämtliche Werke, herausgegeben von Henri Poschmann, Insel, Frankfurt am Main 2002.

[3] Hierbei wurden teilweise zu Europa gehörende Länder wie Russland und die Türkei berücksichtigt – aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Europa

Wolfgang König: Geschichte der Konsumgesellschaft. Steiner, Stuttgart 2000,

Niall Ferguson: Der Westen und der Rest der Welt – Die Geschichte vom Wettstreit der Kulturen. Propyläen Verlag, Berlin 2011.

http://www.zeit.de/2007/09/Was heisst_westliche_Wertegemeinschaft

http://www.urlaubsziele.com/magazin/artikel/629/

https://de.wikipedia.org/wiki/Westliche_Welt

http://blog.zeit.de/schueler/2014/01/23/industrialisierung-geschichte-revolution/

Bildquelle: https://unsplash.com/

Paris – was nun?

Erst einmal wünsche ich allen einen schönen 1. Dezember – ich hoffe, die Vorweihnachtszeit hat für euch alle gut begonnen…? Ich merke inzwischen, dass es schon gegen 15:30 Uhr dunkel und ziemlich kalt wird. Der in Norwegen eigentlich ja obligatorische Schnee lässt bisher aber (nach einem ersten Versuch vor etwas mehr als einer Woche) noch auf sich warten…

Ich möchte heute ankündigen, dass ich ab sofort auf der Seite „Paris – was nun?“, verbunden mit dem Schlagwort „Paris“ über Aspekte des Anschlags, aber auch in größerem Zusammenhang, schreiben möchte. Das Herz dieser Seite soll mein Essay über die Geschichte der westlichen Werte sein, welches ich sehr bald veröffentlichen werde. Weiterhin werden die neuen Artikel gleichzeitig auch auf der Startseite angezeigt.

Gott erbarme! – 1. Advent

Wenn wir auf die christliche Haltung zu Flüchtlingen sehen, müssen wir diese zunächst als das betrachten, was sie in allgemeiner Definition sind: Bedürftige, Obdach- und Schutzlose. Für Menschen, die sich in solchen Schwierigkeiten befinden, hat das Christentum ganz besondere Gebote. Im heutigen Text geht es deshalb erst einmal um einige allgemeine Ansichten des Christentums, die zum Verständnis darauffolgender Texte (ob man nun religiös ist oder nicht) sehr wichtig sind.

Ein wichtiger Begriff steht gleich zu Beginn: Barmherzigkeit.

Den meisten Menschen dürfte er bekannt sein, stellt sich jedoch die Frage:

Was genau ist eigentlich Barmherzigkeit? An sich ist dies ein relativ abstrakt klingender Begriff, der erst dann mehr Bedeutung bekommt, wenn man sich die sogenannten „Werke der Barmherzigkeit“ ansieht – eine Liste aus 7 christlichen Taten, die erstmals in der Endzeitrede Jesus (Matthäus Kap. 25, Verse 34-46) erwähnt wird. Diese Taten sollen von jedem Christ im Umgang mit allen Menschen, also auch Nichtchristen, verübt werden. Es heißt beispielsweise, man solle „Hungrige speisen“, „Durstige tränken“ und – für uns besonders wichtig – „Fremde beherbergen“. Sie wurden formuliert, um Gläubigen ein Vorbild für gutes Zusammenleben zu geben. Bedeutung haben sie auch über die Religion hinaus und können laut Jesus ebenso von Atheisten verübt werden – wichtiger als die Anbindung an die Religion ist nämlich die gute Tat selbst. Antrieb eines jeden Menschen sollte dabei keinesfalls Hoffnung auf Belohnung für vollbrachte Taten sein – sie sollen eher instinktiv, mit Betrachtung des Bedürftigen als einen Menschen, wie man selbst einer ist, verübt werden. Jesus eignet sich hier als gutes Beispiel, weil er alles Leiden seiner Mitmenschen auf sich genommen hat und bis in ihre tiefsten Abgründe geschaut hat – bis er sie irgendwann als seine eigenen Gefühle wahrgenommen hat. Wenn wir deshalb als Christen eine barmherzige Tat an einem Mitmenschen ausführen, erkennen wir (natürlich mit einer guten Portion Fantasie) auch Jesus und sein Leiden in ihm – und sind Gott nahe. Soviel zu dem Vollbringen barmherziger Taten. Gleichzeitig schreibt die Bibel auch vor, wie man mit Menschen umgehen soll, die derartiges Handeln unterlassen: „Denn das Gericht (Anm.: Gemeint ist das Weltengericht) ist erbarmungslos gegen den, der kein Erbarmen gezeigt hat.“ (Jakobus 2, 13)

Gar kann man der christlichen Botschaft entnehmen, dass das Unterlassen von Hilfe schwerer wiegt als so manche schlechte Tat. Zur Bedeutung der 7 Werke heißt es beispielsweise: „Denn wie der Körper ohne den Geist tot ist, so ist auch der Glaube tot ohne die Werke.“ (Jakobus 2, 26) Mit diesem Prinzip möchte ich mir zum Abschluss des heutigen Advents die wohl bekannteste Textstelle zu dem Thema Barmherzigkeit ansehen: Die über den barmherzigen Samariter.

In dieser Textstelle erzählt Jesus einem Gesetzeslehrer folgende Geschichte:

Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und wurde von Räubern überfallen. Sie plünderten ihn aus und schlugen ihn nieder; dann gingen sie weg und ließen ihn halb tot liegen. Zufällig kam ein Priester denselben Weg herab; er sah ihn und ging weiter. Auch ein Levit kam zu der Stelle; er sah ihn und ging weiter. Dann kam ein Mann aus Samarien, der auf der Reise war. Als er ihn sah, hatte er Mitleid, ging zu ihm hin, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn. Am andern Morgen holte er zwei Denare hervor, gab sie dem Wirt und sagte: Sorge für ihn, und wenn du mehr für ihn brauchst, werde ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme. Was meinst du: Wer von diesen dreien hat sich als der Nächste dessen erwiesen, der von den Räubern überfallen wurde? Der Gesetzeslehrer antwortete: Der, der barmherzig an ihm gehandelt hat. Da sagte Jesus zu ihm: Dann geh und handle genauso!

(Lukas 10, 25-37)

Diese Geschichte ist die vielleicht bekannteste und deutlichste Antwort des Christentums auf die Frage, welches Verhalten man seinem Nächsten zeigen soll. Ich denke, dass sich ihre Botschaft eigentlich von selbst erklärt und sie ohne Probleme gedeutet werden kann. Nur ein paar Anmerkungen: Unter einem Leviten versteht man einen Abkömmling des Stammes der Leviten, welcher einer der zwölf Stämme Israels ist. Zur Verteidigung des Priesters und des Leviten sei gesagt, dass sie sich höchstwahrscheinlich nach Gesetzen der jüdischen Tora verhielten, die strenge Regeln für den Kontakt mit Kranken hat. Wichtig ist fernab solcher Erörterungen aber die symbolische Aufforderung zur Nächstenliebe und Barmherzigkeit. Während wir uns später noch Beispiele dazu ansehen, wie man Fremde beherbergen soll, verdeutlicht diese Geschichte die allgemeine Bedeutung von Barmherzigkeit in all ihren Formen. Zu guter Letzt sehen wir, dass die Geschichte über den Samariter noch immer große Bekanntheit besitzt. Dem Beispiel des Samariters folgen nämlich bis heute zahlreiche Gruppierungen – besonders bekannt ist beispielsweise der Arbeiter-Samariter-Bund.

Bildquelle: www.br.de

Vorstellung Adventsprojekt: „Gott erbarme!“

Heute ist der 1. Advent und wir steuern auf eines der wichtigsten christlichen Feste zu. Gleichzeitig befinden wir uns in einer beispiellosen Flüchtlingskrise, die Europa vor große Herausforderungen stellt.

Diese bringt auch Bewegungen hervor, die mit dem Schutz christlicher Traditionen argumentieren, wenn sie die Integration von Menschen anderer Kulturen und Religionen ablehnen. Ich habe mich gefragt: Sprechen diese Menschen überhaupt im Sinne des Christentums?

Um das herauszufinden, habe ich mir die christlichen Standpunkte auf die momentane Situation angesehen und die Botschaft dazu passender biblischer Texte untersucht. Wenn ich jetzt über dieses Thema schreibe, möchte ich mir ausreichend Zeit nehmen, da das ein sehr komplexes Thema mit verschiedenen Aspekten ist. Deshalb werde ich heute mit einer Reihe starten, die ich an jedem der folgenden Adventssonntage fortsetzen werde. Jede Woche werden wir uns eine Geschichte und dazugehörige Gedanken ansehen, um (auch ohne viel Vorwissen) die christliche Position in der Flüchtlingskrise zu verstehen und am Ende vielleicht etwas Inspiration aus ihr zu schöpfen. Ich zum Beispiel war sehr überrascht darüber, wie viele Parallelen man nach wie vor trotz mehrerer Jahrtausende Unterschied zwischen damals formulierten Regeln und der heutigen Zeit erkennen kann.

Dieses Projekt soll des Weiteren mein (weihnachtlicher) Beitrag zu mehr Offenheit in unserem Land sein und jenen Menschen den Wind aus den Segeln nehmen, die in Wirklichkeit gar nicht wissen, wofür sie eigentlich argumentieren.

Da ich selbst nicht wirklich erfahren im Umgang mit der Bibel bin, habe ich mir Unterstützung bei dem Kölner Erzbistum geholt, das selbst sehr engagiert in der Flüchtlingsthematik ist und mir glücklicherweise passende Textstellen zur Verfügung gestellt hat – andere Quellen werde ich am Ende der Reihe gebündelt nennen. Für alle, die selbst die in den kommenden Texten genannten Stellen nachschlagen wollen, empfehle ich folgende Internetbibel:

http://www.bibelwerk.de/home/einheitsuebersetzung

Ein Wort zum Schluss: Natürlich haben auch andere Religionen und Kulturen interessante Standpunkte zu dem Thema – das Christentum soll hier nur stellvertretend behandelt werden, da es historisch gesehen besonders große Bedeutung für die europäische Gesellschaft hat.

Paris Foto1

Paris

Ein Licht.

Es scheint durch die Nacht, über die Lichter der Häuser und Gassen.

Tränen sind geflossen, viele Tränen. Ich weiß, du hast geweint.

Hoffnung wurde verloren.

Weißt du, wo sie ist?

 

Ein Licht scheint durch die Nacht. Ein bisschen flackert es.

Siehst du es auch? Das Flackern meine ich.

Man sollte wohl ein bisschen an der Glühbirne nachbessern, herumschrauben, richtig rücken.

Damit sie die Nacht durchhält. Denn davon wird es noch viele geben.

 

Sirenen. Irgendwo in der Ferne.

Blinken. Dann wieder Dunkelheit.

Nur das eine Licht – heller als alle anderen – dieses Licht bleibt.

Es flackert ein bisschen – und doch:

Es wird die Nacht überstehen. Und jene danach.

Für immer und ewig. So lange wir leben.

Und länger.

Paris Foto1
Bildquelle: http://www.onebyte.ch

Zwischenmeldung 21.11.2015

Oha, jetzt ist es weniger als einen Monat hin, bis ich nach Deutschland zurückkehre…

Bis dahin würde ich die Zeit gern noch nutzen, um über meine Zeit hier in Oslo zu berichten, bitte euch dafür aber um eure Anregungen: Was interessiert euch an der norwegischen Kultur, welche Fragen habt ihr? Schreibt mir gern Ideen für Beiträge in die Kommentarfunktion oder schickt sie mir an meine E-Mailadresse:

Nicolas.uhrberg@freenet.de

Bis bald!